Author:   Kevin Wells  
Posted: 26.02.2005; 14:29:06
Topic: ARCHIV - VERANSTALTUNGEN 2005
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DIALOG \ DIAGONAL

DDIALOGDiagonal ist eine Metapher für kritisches Querfeldeindenken.
DIALOGDiagonal wird realisiert in Kooperation mit dem SWR Fernsehen (Redaktion Tele-Akademie), SWR Hörfunk (Redaktion SWR2 Literatur), SWR2 Radioclub, dem Theater Baden-Baden, dem Festspielhaus Baden-Baden, den Kirchlichen Bildungswerken, der Volkshochschule Baden-Baden, der QUADRIGA und der Folkwang Hochschule Essen sowie der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Baden-Baden e.V. DIALOGDiagonal wird unterstützt vom Queens Hotel Baden-Baden. Koordinator der Reihe ist Dr. Dirk Teuber. Eintritt 5 € (erm. 4 €).



MITTWOCH, 9. MÄRZ 2005, 19 UHR
ABENDGESPRÄCH: GEORG HEROLD

Treffpunkt im Foyer der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden
Keine Anmeldung erforderlich
Eintritt 5 € (erm. 4 €)

Von der Dachlatte über den Ziegelstein bis zu Kaviar und Damenstrümpfen reicht die Materialvielfalt in den Skulpturen, Gemälden und Installationen von Georg Herold. Dabei stellt er in scheinbar beiläufigen Werkformen tradierte Kategorien von Perfektion und Meisterwerk in Frage. Im Abendgespräch werden unterschiedliche Zugänge, mögliche und unmögliche Leseweisen seiner Arbeiten zur Diskussion gestellt.


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MITTWOCH, 16. MÄRZ 2005, 19 UHR
»ASCHE, NADEL, BLEISTIFT UND ZÜNDHÖLZCHEN«

Eine Robert Walser-Lesung zu Dingen
Akteure: Magdalena Flade und Michael Hecht
In Zusammenarbeit mit dem Theater Baden-Baden

Robert Walser fesselt, bezaubert und ergreift den Leser mit Berichten von unscheinbaren Begebenheiten und alltäglichen Gegenständen. Nur scheinbar oberflächlich und absichtslos, lässt er den Blick mit Raffinesse und feiner Ironie schweifen: ein Wanderer, der sich immer von neuem überraschen und beeindrucken lässt.


MITTWOCH, 6. APRIL 2005, 19 UHR
WAS MAN WAHRNIMMT, ABER NICHT WEISS

Matthias Winzen im Gespräch mit Georg Herold
In Zusammenarbeit mit der VHS Baden-Baden

Georg Herolds Skulpturen aus gewöhnlichsten oder scheinbar lächerlichen Materialien nehmen lakonisch Bezug auf Alltag, Gesellschaft, Politik und moderne Kunst. An diesem Abend gibt Georg Herold Einblick in seinen Werkbegriff, der kritische Fragen an Kunst, Kunstgeschichte und Kunstbetrieb richtet und so Zeitgenossenschaft bildet.

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MITTWOCH, 13. APRIL 2005, 19 UHR
ABENDGESPRÄCH: EUGEN SCHÖNEBECK

Treffpunkt im Foyer der Sammlung Frieder Burda
Anmeldung erforderlich unter Tel. 07221-39898-31
Eintritt: 8 € + 2 €


Als Georg Baselitz aus dem Osten nach Westdeutschland übersiedelte, wurde Eugen Schönebeck zu seinem Weggefährten der 1960er Jahre. In seinen großformatigen Bildern fragt Schönebeck, wie ein Künstler inhaltlich Stellung beziehen kann, ohne ideologisch zu wirken. Er nimmt die sozialistisch-realistische Propagandakunst zum Ausgangspunkt, unterläuft jedoch deren Grundzüge und schafft vielschichtige Bilder – mit Plakatwirkung.

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DONNERSTAG, 21. APRIL 2005, 19 UHR
MUSIK IM PARK – DSCHUNGEL IN DER KUNSTHALLE

mit Frank Laufenberg
In Zusammenarbeit mit SWR2 Redaktion Dschungel

Ob New Yorker Central Park, Loreley, Berliner Waldbühne, Baden-Badener Klosterwiese, Woodstock oder Altamont – Konzerte in der freien Natur haben immer ein ganz besonderes Flair – eines der Themen der Sendung von Frank Laufenberg aus der Kunsthalle. Pop im Park und alles wird mitgebracht: die Getränke, das Essen – nur die Musiker müssen noch kommen. Eintritt frei


MITTWOCH, 27. APRIL 2005, 19 UHR
NANNARUP ODER DIE GEHEIMNISSE DES CENTRAL PARK

Eine Radioerzählung von und mit Stephan Krass
In Zusammenarbeit mit der Redaktion SWR2 Literatur

Der Central Park in New York ist mehr als die grüne Lunge einer Metropole, er ist ein Stück verwirklichte Utopie: ein Rechteck wie mit einem Winkeleisen in das Herz von Manhattan geschnitten, doppelt so groß wie Monaco. 20 Millionen Besucher erleben jährlich den Park mit seinen 275 Vogelarten und 26 000 Bäumen. Im Sommer 2003 wurde dort der Nannarup entdeckt, eine bis dato unbekannte Art Hundertfüßler. Stephan Krass stellt den Park als naturbelassene Wildnis vor, die die Geschichte und Physiognomie einer Weltmetropole prägt, und gibt Einblicke in die Geheimnisse einer Rundfunkproduktion.

Stephan Krass, Literaturredakteur (SWR) und Autor lebt in Freiburg und New York.
Er veröffentlichte neben zahlreichen Radiofeatures die Gedichtbände »Tropen im Tau. Permutation« (2002) und »Lichtbesen aus Blei« (2004).

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DONNERSTAG, 28. APRIL 2005, 19 UHR
THE POST-NATURAL WORLD

GLEN RUBSAMEN –
BRENNER’S ARTIST IN RESIDENCE 2005
Glen Rubsamen im Gespräch mit Matthias Winzen
Brenner’s Park-Hotel & Spa, Schillerstraße 4–6

Der Träger des diesjährigen Brenner’s Artist in Residence-Stipendiums ist Glen Rubsamen. Der amerikanische Maler beschäftigt sich intensiv mit dem Baum als Gebäudebegleiter und Bedeutungsträger sowie mit dem Park als Übergangszone zwischen Zivilisation und Natur. Drei seiner Gemälde sind zentraler künstlerischer Beitrag der Ausstellung »Park – Zucht und Wildwuchs in der Kunst«. Glen Rubsamen wird seinen Begriff von Landschaft nach dem Ende der Natur erläutern. (siehe auch Rubrik PARTNER)


SAMSTAG, 30. APRIL 2005, 10–18 UHR
TAGUNG MULTIPLE RÄUME (3): FILM

in Kooperation mit SWR2 und Folkwang Hochschule Essen

Die Tagung findet im Vorfeld der dritten Ausstellung (08.10.–04.12.2005) der Trilogie »MULTIPLE RÄUME: Seele, Park, Film« statt. Sie thematisiert die aufwändigen Bildfindungsverfahren, die in verschiedenen Epochen dazu dienten, den imaginierten Raum und den physikalisch körperhaften Raum zur gegenseitigen Durchdringung zu bringen. Kunst-, Medien- und Theaterwissenschaftler, Soziologen, Filmtheoretiker und Filmschaffende erörtern ein breites thematisches Spektrum: vom inneren Film der Imagination zu Filmtechnik und -ästhetik, von den Illusionsräumen des Theaters zum Kino als maßgeblicher Raumtechnik der Moderne, von den spannungsgeladenen Räumen in Alfred Hitchcocks Klassikern zu den synthetischen Zukunftswelten Hollywoods, von Vorläufern des Films bis zu seinem Nachspiel in den virtuellen Räumen der Medienkunst.

Referenten (Änderungen vorbehalten):
Prof. Dr. Jörg Jochen Berns, Institut für Neuere Deutsche Literatur & Medien, Philipps-Universität Marburg
Prof. Dr. Lutz Ellrich, Institut für Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft, Universität zu Köln
Dr. habil. Oliver Grau, Kunsthistorisches Seminar, Humboldt-Universität Berlin
Prof. Dr. Jürgen Müller, Institut für Kunstgeschichte, Technische Universität Dresden
Prof. Dr. Klaus Theweleit, Akademie Karlsruhe (angefragt)
Dr. Matthias Winzen, Staatliche Kunsthalle Baden-Baden
Prof. Dr. Beat Wyss, HfG Karlsruhe (angefragt)
Hanns Zischler, Schauspieler, Regisseur und Publizist, Berlin


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MITTWOCH, 11. MAI 2005, 19 UHR
LAND ART – EINE KÜNSTLICHE MARKIERUNG IN DER LANDSCHAFT

Vortrag und Filmvorführung mit Barbara Hess, Köln
In Zusammenarbeit mit der VHS Baden-Baden

Gerry Schums Film LAND ART ist legendär. 1969 in der ARD ausgestrahlt, schildert er die Suche der Land Art-Künstler der späten 1960er Jahre nach alternativen Außenräumen für die Produktion und Präsentation von Kunst. Jenseits von Museen und Galerien sollten völlig neue landschaftliche und mediale Räume erschlossen werden.

Barbara Hess, geb. 1964, Studium der Kunstgeschichte in Köln und Florenz; 1990–97 Tätigkeit im Kunsthandel. Veröffentlichungen zur zeitgenössischen Kunst; Mitkuratorin von »Ready to Shoot. Fernsehgalerie Gerry Schum/Videogalerie schum«, Kunsthalle Düsseldorf u.a., 2003/04.

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DONNERSTAG, 12. MAI 2005, 18:30 UHR
ORDNUNG UND FREIHEIT – DAS DIONYSISCHE UND DAS APOLLINISCHE IN DER KUNST

Regina M. Fischer, Pforzheim
In Zusammenarbeit mit dem Festspielhaus Baden-Baden aus Anlass der Herbert-von-Karajan-Pfingstfestspiele 2005

Dionysos und Apoll verkörpern antagonistische Prinzipien des abendländischen Begriffs vom Dialog zwischen Natur und Kunst, zwischen dem wilden orgiastischen Leben und maßvoller Harmonie. Regina Fischer gibt einen Überblick über die visuellen Dimensionen einer Gedankenfigur, die auch künstlerische Strategien in der Musik der Klassik (das Thema der diesjährigen Herbert-von-Karajan-Pfingstfestspiele) befördert hat.

Regina M. Fischer, geb. 1966, Studium der Kunstgeschichte, Literaturwissenschaft und Germanistik an der Universität Stuttgart. Derzeit promoviert sie über Paolo Romano und die Wiederentdeckung der Kolossalskulptur in der Neuzeit.

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MITTWOCH, 18. MAI 2005, 19 UHR
PREUSSISCH GRÜN –

AUF DER SUCHE NACH DEM POTSDAMER ARKADIEN
Dipl. Ing. Markus Brunsing, Gartenamt Baden-Baden
In Zusammenarbeit mit der VHS Baden-Baden

Ausgehend von Schloss Sanssouci mit seinem Terrassengarten werden die weit reichenden Gartengestaltungen des 19. Jahrhunderts vorgestellt, mit denen die Potsdamer Gärten zu einer großen Parklandschaft zusammenwuchsen. Der Repräsentationsdrang, die Italiensehnsucht, das Rückzugsbedürfnis und die botanische Begeisterung der preußischen Könige und Kaiser prägten die Gestaltung der gärtnerischen Anlagen und führten zu einer für den deutschsprachigen Raum einzigartigen Ideallandschaft.

Markus Brunsing, geb. 1967, Studium der Landschaftsarchitektur an der TU München in Weihenstephan mit Schwerpunkt Gartendenkmalpflege, Planungstätigkeit in Hamburg und Potsdam, seit 2003 Technischer Leiter des Baden-Badener Gartenamts.

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MITTWOCH, 1. JUNI 2005, 19 UHR
MOBILINE – MEHR SICHERHEIT IM ÖFFENTLICHEN RAUM

Ein Künstlergespräch mit dem Departement für öffentliche Erscheinungen
In Zusammenarbeit mit der VHS Baden-Baden

Die MOBILINE ist eine Hilfslinie, die den Gehweg unterteilt in eine Zone für Mobiltelefonierende und eine Zone für andere PassantInnen.
Damit sichert sie die Intimsphäre aller Mobiltelefonierenden und ihrer unsichtbaren GesprächspartnerInnen. Gleichzeitig garantiert sie den nicht telefonierenden Fußgänger-Innen ungestörtes Flanieren. Das Department bietet einen Schulungsfilm sowie Fragebögen zur Einübung dieser neuen Raumordnung an.

Das Department für öffentliche Erscheinungen (Peter Boerboom, Gabriele Obermaier, Carola Vogt und Silke Witzsch) tritt seit 1995 mit Kunstprojekten, -produkten und -prozessen an die Öffentlichkeit. Es sucht und untersucht Erscheinungsformen urbanen Lebens und Formen heutiger Kommunikation.

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MITTWOCH, 8. JUNI 2005, 19 UHR
ABENDGESPRÄCH: MARKUS LÜPERTZ

Treffpunkt im Foyer der Sammlung Frieder Burda
Anmeldung erforderlich unter Tel. 07221-39898-31
Eintritt: 8 € + 2 €


»Dithyrambische Malerei« nennt Markus Lüpertz seine Bilder, die ein Motiv häufig mehrfach wiederholen. Der Begriff ist Nietzsches Hymnen auf den antiken, lebensbejahenden Gott Dionysos entlehnt: Ein neuer Rhythmus soll seine Bilder feiern, strukturieren, in Schwingung versetzen. Es geht um die Melodie der Malerei. Zugleich setzt sich der Maler in der Gruppe seiner »deutschen Motive« mit der jüngsten Vergangenheit auseinander.

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MITTWOCH, 15. JUNI 2005, 19 UHR
»... DIE BÄUME ... BITTE DIE BÄUME ...« –

NATUR IM BÜHNENBILD
Prof. Colin Walker, Fachhochschule Hannover
In Zusammenarbeit mit dem Theater Baden-Baden, aus Anlass der Theatertage Baden-Württemberg

Was ist Natur auf der Bühne? Bühnenbildner erfinden dafür eigene Bilder und Übersetzungen, die wesentlich durch die Aufführung ihre Bedeutung bekommen. Dabei erzählt eine Aufführung in einer völlig hermetischen, künstlichen Bildwelt etwas ganz Natürliches. Der Vortrag gibt einen Einblick, wie sich das Theater der Natur-Bilder, des Raums der so genannten Realität annimmt.

Colin Walker, geboren in London, Studium in Wien; seit 1986 Bühnen- und Szenenbilder für Theater, Film und Ausstellungen in Deutschland, Schweiz und Österreich, seit 2002 Professor für Szenografie an der Fachhochschule Hannover.

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SONNTAG, 19. JUNI 2005, 11:30 UHR
BRÜCKEN BAUEN – DEUTSCHE UND ISRAELISCHE KÜNSTLER IM DIALOG

Marc Scheps, Tel Aviv
In Zusammenarbeit mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft,
Baden-Baden, e.V.

Seit den 1970er Jahren haben deutsche Künstler wie z.B. Anselm Kiefer, Gerhard Richter und Sigmar Polke Israel besucht und ihre Werke dort vor großem Publikum ausgestellt. Umgekehrt waren wichtige israelische Künstler wie Dani Karavan, Micha Ullman und Menashe Kadishman in Deutschland tätig, haben Projekte im öffentlichen Raum realisiert, hier studiert und gelehrt. Israelische Kunst ist ebenso Teil deutscher Sammlungen wie deutsche Kunst in den wichtigsten Museen Israels beheimatet ist.

Marc Scheps, 1976–1990 Direktor des Tel Aviv Museum of Art, 1991–1997 Direktor des Museum Ludwig Köln, 1997–2002 Direktor der Peter und Irene Ludwig-Stiftung; zahlreiche Publikationen zur modernen Kunst.

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MITTWOCH, 22. JUNI 2005, 19 UHR
MAX ERNST IM WALD

Dr. Helmut R. Leppien, Hamburg
In Zusammenarbeit mit der QUADRIGA

Im Wald ist Max Ernst zum ersten Mal mit drei Jahren gewesen. Mit 80 Jahren vollendete er das Bild, dem er den Titel »Der letzte Wald« gab. Dazwischen hat ihn das Thema Wald nie ganz losgelassen. Helmut R. Leppien, langjähriger Freund von Max Ernst und einer der besten Kenner des Gesamtwerks, versucht durch tiefgehende Interpretationen den Geheimnissen des Waldes aus der Sicht des wichtigen Surrealisten näher zu kommen.

Helmut R. Leppien, geb. 1933, war von 1960 bis 1998 in Museen tätig, zuletzt als Hauptkustos der Hamburger Kunsthalle. 1963 arbeitete er mit bei der Max-Ernst-Retrospektive im Wallraf-Richartz-Museum Köln, 1967 schrieb er eine Reclam-Werkmonografie über Max Ernsts »Großen Wald«, 1975 erschien der von ihm erarbeitete Œuvrekatalog zum grafischen Werk.

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MITTWOCH, 29. JUNI 2005, 19 UHR
EINSTEIN, TECHNO UND RAUM

Überlegungen zu einem neuen Raumverständnis
Prof. Dr. Martina Löw, TU Darmstadt
In Zusammenarbeit mit SWR Redaktion Tele-Akademie

Durch Globalisierungsprozesse, neue Informations- und Freizeittechnologien und auch durch die massenhafte Nutzung schneller Verkehrsmittel haben sich unsere Raumbezüge nachweislich verändert. Der gesellschaftliche Wandel hat Disziplinen wie die Sozial- und Kulturwissenschaften, aber auch die Erziehungswissenschaft veranlasst, ihren Begriff vom Raum zu revidieren. Gegründet auf Ergebnisse empirischer Untersuchungen geht Martina Löw dem aktuellen relationalen Raumverständnis nach.

Martina Löw, 1984–1990 Studium der Erziehungswissenschaft, Soziologie und Psychologie; 2000 Habilitation in Halle; Gastprofessuren in Wien, Paris und Berlin; seit 2002 Professorin für Soziologie an der TU Darmstadt. Publ.: Raumsoziologie (2001); mit Christiane Funken (Hg.): Raumsimulationen und Zeitraffer. Transformationen im Internet (2003).

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SONNTAG, 10. JULI 2005, 10–14 UHR
JAZZ-BRUNCH IN DER KUNSTHALLE

In Zusammenarbeit mit dem Café L8 und der
Baden-Baden Kur & Tourismus GmbH

Aus Anlass der Feierlichkeiten zum 350-jährigen Jubiläum der Lichtentaler Allee findet in (und bei schönem Wetter vor) der Staatlichen Kunsthalle ein Jazz-Brunch statt, der vom Kunsthallen-Café L8 ausgerichtet wird. Es spielen Mitglieder des Philharmonischen Orchesters Baden-Baden. Ab 14 Uhr werden Sonderführungen durch die Ausstellung »Park – Zucht und Wildwuchs in der Kunst« angeboten, die an diesem Sonntag zu Ende geht.


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Sonntag, 24. Juli 2005, 11:30 Uhr
SWR2 in der Kunsthalle:
Wie heilig ist uns der Leib? Religion und Leiblichkeit

Diskussionsrunde in Zusammenarbeit mit der Redaktion SWR2 Forum

Wir sind von Körperbildern und Idealkörpern umgeben, alle medial inszeniert. Die Körper heißen Lara Croft oder Brad Pitt; wenn sie veröffentlicht werden, in Filmen z.B., sind sie in der Regel digital bearbeitet, geschönt, konstruiert: Körperphantasien, die als Vorbilder den Markt beherrschen, vom Bodybuilding bis zur Schönheitschirurgie. Der individuelle Körper wird machbar, ein Kunstprodukt, nicht als Leib geheiligt. Das ist die heutige Sakralisierung des Körpers in der Massenkultur. In welchem Verhältnis steht sie zur religiösen Darstellung des Heiligen und seines Leibes – zu Inszenierungen der Fleischwerdung Gottes?

Es diskutieren: Dr. Gabriele Sorgo, Kulturwissenschaftlerin, Wien; Prof. Dr. Karl-Josef Kuschel, katholischer Theologe, Universität Tübingen; Dr. Matthias Winzen, Staatliche Kunsthalle Baden-Baden; Moderation: Dietrich Brants, SWR.
Aufzeichnung für die Reihe SWR2 Forum
Ausstrahlung: SWR2, Dienstag, 26. Juli 2005, 17:05 bis 17:50 Uhr
Eintritt frei


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Mittwoch, 27. Juli 2005, 19 Uhr
Stylish Bodies. Der Kult um den perfekten Körper

Dr. Barbara Wagner, Staatliche Kunsthalle Baden-Baden
In Zusammenarbeit mit der VHS Baden-Baden

Als Sensor der Wahrnehmung gesellschaftlicher Prozesse befasst sich zeitgenössische Kunst seit den 1970er Jahren intensiv mit der Darstellung von Körperbildern im Alltag. Unter Verwendung der Werkzeuge der Werbeindustrie entwerfen in jüngster Zeit u. a. Inez van Lamsweerde, Rosemarie Trockel, Vanessa Beecroft und Orlan hybride, virtuelle oder gar reale Bilder und Gegenbilder, die dem geschönten Entwurf des allgegenwärtig präsenten Ideals einen Spiegel vorhalten. Die unterschiedlichen Herangehensweisen zeigen Annäherungen an die Wahrnehmung von Bildern der Werbung und gleichzeitig auch den darin ablesbaren Stellenwert des Körperbildes. Es gilt, einen Blick hinter die Fassade der geformten und genormten Idealkörper zu werfen.

Dr. Barbara Wagner, geb. 1966; Promotion in Frankfurt a. M. über die Medialisierung des Körperbildes in der Kunst um 1970; seit Dezember 2004 wissenschaftliche Volontärin an der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden.


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Mittwoch, 14. September 2005, 19 Uhr
»Oh gegeißelter Leib«
Eine Lesung zu lebenden und toten Körpern in der Literatur

Mit Mitgliedern des Schauspielensembles des Theaters
Baden-Baden

Die Darstellung von Körpern gehört in die Domäne der bildenden Künste Malerei und Bildhauerei. Diese feiern die Schönheit der Athleten und Göttinnen oder verherrlichen das Leiden Christi. Auch die statt des Auges das Ohr erreichende Literatur lässt es sich nicht nehmen, Körper in Worte zu fassen: Ein Streifzug durch die Literatur zeigt lebende und tote Körper in Texten von Christoph Geiser, Witold Gombrowicz, Joris-Karl Huysmans, Thomas Mann, Botho Strauß, Peter Weiss und Josef Winkler.


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Mittwoch, 21. September 2005, 19 Uhr
»Leiblichkeit ist das Ende der Wege Gottes«
Fleisch und Religion

Professor Dr. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz, Dresden
In Zusammenarbeit mit der QUADRIGA und Redaktion SWR2 Kulturelles Wort

Nicht wenige religiöse Überlieferungen nähren einen Verdacht gegen »das Fleisch«: von den Griechen, denen der Leib durchaus ein »Gefängnis« schien, über asketisch-gnostische Traditionen der Antike bis zur indischen Lehre von der Wesenlosigkeit des Leibes (Maya). Nicht weniges davon ist auch in die europäische religiöse Welt eingeflossen – und doch hält diese abschätzige Betrachtung des Fleisches vor der Bibel nicht stand. Schon das Alte Testament der Juden kennt die Freude Gottes und seine Gegenwart im Leibe seines Volkes. Das Neue Testament setzt konsequent mit der Fleischwerdung Gottes ein, der am Ende ein leibhafter Tod entspricht. Dennoch ist auch dies nicht »das Ende der Wege Gottes« (wie der Pietist Friedrich Christoph Oetinger formuliert), da von leibhaftiger Auferstehung und nachtodlicher Leiblichkeit berichtet wird.

Dr. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz, geb. 1945 in Oberwappenöst/ Oberpfalz; Promotion 1970; 1979 Habilitation über die ital. Renaissancephilosophie; seit 1993 Lehrstuhl für Religionsphilosophie und vergleichende Religionswissenschaft an der TU Dresden.


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SWR2 HÖRBAR – RADIO IN DER KUNSTHALLE
Ab Oktober 2005 präsentiert der SWR2 regelmäßig aktuelle Feature- und Hörspielproduktionen in der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden. Im Mittelpunkt stehen Radioproduktionen, das gemeinsame Hören und der Austausch darüber. Dabei reicht das Spektrum von Literatur bis Politik, von Dokumentation bis Experiment. Im Gespräch mit den Radiomachern erfahren die Besucher Hintergründe zu den vorgestellten Sendungen. Der Eintritt ist für Mitglieder des SWR2 RadioClubs frei.

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DONNERSTAG, 6. OKTOBER 2005, 19 UHR
MUSIK IM FILM – SWR2 DSCHUNGEL IN DER KUNSTHALLE

Von und mit Frank Laufenberg, Redaktion: SWR2 Dschungel
Film ohne Musik war zu allen Zeiten unvorstellbar. Bereits 1895, bei der Vorstellung des ersten Filmes »Grand Café«, spielte ein Pianist. Der erste Tonfilm »Jazz Singer« war zwar über weite Strecken noch »sprachlos« – aber dann kam der Gesang des Weltstars Al Jolson. Seit den Anfangstagen des Oscars bzw. des Grammys werden Filmmusiken und inzwischen auch Filmsongs ausgezeichnet.
Sendetermin: SWR2, 7. Oktober 2005, 14:05 bis 15:00 Uhr


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MITTWOCH, 12. OKTOBER 2005, 19 UHR
SWR2 HÖRBAR – RADIO IN DER KUNSTHALLE
DIE NS-FÜHRUNG IM VERHÖR

Nürnberger Mitschnitte der amerikanischen record group 238
Einführung und Publikumsgespräch: Ulrich Lampen (Regisseur), Prof. Dr. Peter Steinbach (Historiker, Universität Karlsruhe) und Hans Burkhard Schlichting (SWR)
In Zusammenarbeit mit Redaktion: SWR2 Hörspiel und der VHS Baden-Baden

»Die NS-Führung im Verhör« heißt die achtteilige Sendereihe des SWR2 Programmschwerpunktes »1945 – davor und danach«. Durch moderne Tontechnik werden bisher meist unbekannte Tonzeugnisse von Verhören der Machthaber des III. Reichs aus den Nürnberger Prozessen zu Gehör gebracht. Prof. Dr. Peter Steinbach, der die Sendungen wissenschaftlich beraten hat, gibt einen Überblick über den zeitgeschichtlichen Kontext. Ulrich Lampen berichtet über den Versuch, Realzeit historischer Verläufe im Medium Radio zu spiegeln.


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MITTWOCH, 26. OKTOBER 2005, 19 UHR
»GOT TO BE REAL!« – SCIENCE-FICTION-FILMSETS UND DEREN REKONSTRUKTION DURCH FANS

Vortrag von Claus Richter, Frankfurt a. M.
In Zusammenarbeit mit der VHS Baden-Baden

In Bezug auf Science-Fiction-Filme entwickelt sich seit den 1970er Jahren eine starke Fankultur. Manche Science-Fiction-Filmfans rekonstruieren Kostüme, Waffen und sogar ganze Raumschiffe. Claus Richter zeigt in seinem Vortrag anhand von Bild- und Videobeispielen, wie fiktive Welten von Filmdesignern und Fans materialisiert werden und wie Fiktion auch immer wieder Vorlage für »reale« technologische und kulturelle Entwicklungen wird.

Claus Richter, geb. 1971; arbeitet als Künstler und Autor; Studium an der Hochschule für Gestaltung, Offenbach; derzeit Promotion an der Universität Klagenfurt und Tour mit seiner Performancegruppe
»Da Group«.


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FREITAG, 4. NOVEMBER 2005, 18 UHR
KINO IN DER KUNSTHALLE –
FRITZ LANGS STADTVISIONEN

In Zusammenarbeit mit Café L 8 in der Kunsthalle
Zu den Filmen bietet das Café L 8 Berliner Weiße mit Schuss an!

Die Kunsthalle zeigt in ihrer aktuellen Ausstellung »Film – Ist und Als-ob in der Kunst« Entwurfsskizzen zu zwei Fritz Lang-Filmen. Das »Kino in der Kunsthalle« gibt im Rahmen einer Filmnacht die Möglichkeit, direkt nachzuvollziehen, wie diese Entwürfe in den beiden Klassikern der Filmgeschichte verwirklicht wurden. »Metropolis« (1927) setzte sich mit seinen futuristischen Visionen vom phantastischen Film der Stummfilmära ab und begründete in Deutschland ein neues Filmgenre: die Science-Fiction. Seinen ersten Tonfilm »M. Eine Stadt sucht einen Mörder« (1931) inszenierte Fritz Lang im Stil der Neuen Sachlichkeit. Obwohl darin kein einziger Mord zu sehen ist, wirkt der Thriller heute noch ebenso spannend wie beklemmend. Die Filme werden kurz eingeführt und im Kontext der Ausstellung erläutert.


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MITTWOCH, 9. NOVEMBER 2005, 19 UHR
»ZUM RAUM WIRD HIER DIE ZEIT« –
DIE VERWANDLUNG DES BÜHNENRAUMS IM FILM

Vortrag von Bernd Künzig, Baden-Baden
In Zusammenarbeit mit der VHS Baden-Baden

»Du siehst, mein Sohn, zum Raum wird hier die Zeit« ist Motto der ersten Verwandlung des Bühnenraums in Richard Wagners »Parsifal« (1882) und unbewusst vorausschauende Vision des Mediums Film. In Form der Literaturverfilmung hat sich das Kino nicht allein des Theaters bedient, sondern die Vorgaben des Bühnenraums in ein neues Konzept des Raum- und Zeitbildes umgewandelt. Diese Verwandlungen werden mit Beispielen aus der Frühzeit des Kinos vorgestellt, der französischen »Film d’art«-Bewegung und Friedrich Murnaus Hauptwerk »Faust«. In den Blick geraten auch Filme von Hans-Jürgen Syberberg, Eric Rohmer, Alain Resnai und Peter Greenaway.

Bernd Künzig, geb. 1965; Studium der Germanistik, Musikwissenschaft und Geschichte; tätig als freier Kurator des »Friedrichsbau Bühl«; Veröffentlichungen zu Positionen aktueller Kunst, Literatur, Film und Musik.


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FREITAG, 11. NOVEMBER, 18 UHR
KINO IN DER KUNSTHALLE – AMERICANCAN!

In Zusammenarbeit mit Café L 8 in der Kunsthalle
Zum Film bietet das Café L 8 trockene Martinis an!

Johannes Hüppi, dessen Gemälde zeitgleich in einer Einzelausstellung der gfjk gezeigt werden, präsentiert seine beschwingte Filmcollage »Americancan« (1989). Während seiner Düsseldorfer Studienjahre, in denen er tägliche Filmvorführungen organisierte, entstand ein großes privates Archiv einschlägiger Musik- und Tanzszenen der Filmgeschichte. Die Ergebnisse dieser Sammeltätigkeit gruppierte Hüppi zu einer von der Musik getriebenen »cancan«-Rolle: mit gut gelaunten Szenen aus amerikanischen Musical-Klassikern und Elvis-Filmen, aus Dick & Doof und anderen Slapstick-Filmen, aus Western, Komödien und »film noir« B-Movies. Es ist, als würde man einen kompletten Durchlauf durch die filmischen Highlights einer alten Jukebox unternehmen.

Johannes Hüppi, geb. 1965 in Baden-Baden; 1984–1990 Studium an der Kunstakademie in Düsseldorf; seit 2004 Professur an der Hochschule für Bildende Künste, Braunschweig; lebt und arbeitet in Basel.


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MITTWOCH, 16. NOVEMBER 2005, 19 UHR
RAUMKLANG / KLANGRAUM ODER
DER RAUM MACHT DIE MUSIK –
RAUMKONZEPTE IM MUSIKALISCHEN DENKEN

Vortrag von Armin Köhler, SWR
In Zusammenarbeit mit Redaktion: SWR2 Neue Musik

Klang und Raum sind zentrale Kategorien der musikalischen Wahrnehmung. War bis in das 20. Jahrhundert hinein der Raum vorrangig ein Element, in dem sich Klang entfaltet, wird er seither u. a. auch als eigenständiges Gestaltungsmittel in musikalische Entwürfe integriert. Die Erfindung der elektronischen Musik hat zu Ausdifferenzierungen musikalischer Raumkonzepte beigetragen: von Raum-Klang-Installationen über Orchesterkompositionen im und mit dem Raum bis hin zu Multimediaprojekten.

Armin Köhler, geb.1952; Musikstudium in Dresden und Musikwissenschaftsstudium in Leipzig; Lehraufträge und Leitung des Studios für Neue Musik in Dresden und Leipzig; seit 1992 Redaktionsleiter Neue Musik beim SWR2.


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MITTWOCH, 23. NOVEMBER 2005, 19 UHR
DER GLANZ DER DINGE –
DER ALLTAG EINES REGISSEURS

Ein Künstlergespräch mit Felix Herzogenrath, Berlin
In Zusammenarbeit mit der VHS Baden-Baden

Ist ein Regisseur ein Künstler, der seine Sicht auf die Dinge in der Sprache des Films formuliert oder ist er ein Handwerker, der Fernseh-Unterhaltung interessant inszeniert? Geboten wird ein Einblick in das »wahre« Leben eines jungen Regisseurs, der freie, künstlerische Filme macht und zugleich für die ARD-Erfolgsserie »Großstadtrevier« inszeniert. Felix Herzogenrath wird anhand ausgesuchter Szenen aus seinem Film »The Inner Glow of Things« und einer Folge des »Großstadtreviers« die Arbeit eines Regisseurs beleuchten.

Felix Herzogenrath, geb. 1975; Studium der Kunstgeschichte und Neueren Deutschen Literatur in Berlin, Graduate der Filmhochschule der NYU (New York); seit 2003 freischaffender Regisseur in Berlin.



MITTWOCH, 30. NOVEMBER 2005, 19 UHR
SWR2 HÖRBAR – RADIO IN DER KUNSTHALLE
»Out of wilderness« – DER LYRIKER BOB DYLAN FEATURE VON KARL-HEINZ OTT

Einführung und Publikumsgespräch: Karl-Heinz Ott, Freiburg
In Zusammenarbeit mit Redaktion: SWR2 Literatur und Feature und der VHS Baden-Baden

Jedes Jahr heißt es vor der Nobelpreisverleihung, Bob Dylan stehe ganz oben auf der Liste. Dylan besitzt eine unverwechselbare Stimme und überragt alle anderen Folk- und Rockgrößen durch seine Sprachmächtigkeit. Seine mehr als 600 Songs bilden ein lyrisches Œuvre, das in sich vielfältig vernetzt ist und unterschiedlichste Deutungen zulässt.

Karl-Heinz Ott, geb. 1957; Studium der Philosophie, Germanistik und Musikwissenschaft; Dramaturg in Freiburg, Basel und Zürich; 1998 Romandebüt mit »Ins Offene«: Hoch gelobt wurde der Roman »Endlich Stille« (2005).



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