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 C:\ Künstler biografie
 
01 Manuela Barth &
Barbara U. Schmidt

02 
Felix Stephan Huber
03 Christin Lahr
04 
Kristin Lucas
05 Bjørn Melhus
06 
Anny Özturk
07 
Paul M. Smith
08 
Milica Tomiç


 C:\ Exponate

01 Manuela Barth &
Barbara U. Schmidt

02 
Felix Stephan Huber
03 Christin Lahr
04 
Kristin Lucas
05 Bjørn Melhus
06 
Anny Özturk
07 
Paul M. Smith
08 
Milica Tomiç
 
Author:   maryam  
Posted: 19.03.2002; 20:18:48
Topic: D Lahr
Msg #: 23 (top msg in thread)
Prev/Next: 22/24
Reads: 19860

Christin Lahr :: [DPsNtN] = DISPLACED_PERSONS say NOTHING to NOBODY :: installation / online
ZKM Foyer Medienmuseum:: 22.3. - 5.5.  
online : : www.dp.nonresident.de   


"DISPLACED_PERSONS ist ein interaktives online-Environment, in dessen Mittelpunkt die Schnittstellen von PHYSISCHEN und VIRTUELLEN RÄUMEN stehen, fokussiert auf den Bereich ZWISCHENMENSCHLICHER KOMMUNIKATION. Entgegen der Gewohnheit wird die Interaktion nicht durch Aktion, sondern gerade durch NICHTS_TUN, NICHT_AKTION hervorgerufen.

In einem konstruierten, temporären, ‘ortlosen’ Raum, befinden sich 8 Lautsprecher sowie 8 rote Schilder mit den Worten: north, south, east, west, up, down, in, out. Begriffe der Verortung in physischen Räumen und zugleich die wichtigsten Befehle für das ‘Navigieren‘ innerhalb virtueller Welten. Zu hören ist ein computergenerierter Polylog unterschiedlicher synthetischer Charaktere, in welchem u.a. Fragen bezüglich An- und Abwesenheit, Wahrheit und Lüge, Geschlecht, Aussehen, Identität und Verortung aufgeworfen werden. Tritt jemand ein, verstummt der Polylog so lange, bis alle Personen den Raum verlassen haben oder sich darin einen Ort gesucht haben, an welchem sie regungslos verharren. Allein die ABSOLUTE REGUNGSLOSIGKEIT ALLER ist auslösendes Moment der Klanginstallation. Dies führt einen Zustand gegenseitiger Abhängigkeit und des miteinander VERNETZT_SEINS vor Augen, welcher sich immer wieder neu vermittelt. Jede/r Einzelne ist in der Lage, das gesamte Geschehen zu beeinflussen, Ergebnis ist der gemeinsame Ausdruck aller Beteiligten. Im Moment des gemeinsamen STILL_HALTENS ‘gerinnen‘ die im Raum befindlichen Besucher/innen zu LEBENDEN SKULPTUREN und werden somit gleichzeitig zum AUSGESTELLTEN. Grundsätzlich bestehen die Möglichkeiten, sich hineinzubegeben oder in beobachtender Distanz zu verharren, Teilnehmer/in zu werden oder Beobachter/in. Durch vier TÜRSPIONE lässt sich das Geschehen im Rauminneren überwachen. Dass die Distanz nur eine relative ist, merkt der Beobachter spätestens dann, wenn er beim Beobachten selbst wieder zum Beobachteten wird.

Das Ganze kann auch im WorldWideWeb mit 6 Überwachungskameras verfolgt werden. In Analogie zu dem Environment vor Ort werden auch die Kameras von allen eingeloggten Usern gemeinsam gesteuert, sodass jede/r Einzelne das bei allen ankommende Videosignal beeinflussen kann. Dieses wird parallel in der Ausstellung über Beam projiziert. Die sich ergebenden ‘Schnitte‘ resultieren unmittelbar aus dem Klickverhalten der User und dokumentieren deren Aktivität. Parallel dazu können auf der Website Texte eingegeben werden, die unmittelbar danach aus einem im Ausstellungsraum befindlichen Lautsprecher gesprochen und den ‘Polylog fiktiver Identitäten‘ erweitern" (Christin Lahr).



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Christin Lahr
geboren 1965 in München; lebt in Berlin. Seit 2001 Professur für Medienkunst an der HGB Leipzig. Ausstellungen u.a. WHEN TEKKNO TURNS TO SOUND OF POETRY, Shedhalle Zürich, KunstWerke Berlin (1994/1995); CLUBBERLIN, Biennale di Venezia Teatro Malibran, Venedig (1995); VIRTUALITÄT DES VERSCHWINDENS, NGBK Berlin (1997); ZONEN DER VER-STÖRUNG, Steirischer Herbst, Graz; CROSSLINKS, Marstall, Berlin (1999); rFACE_to_vFACE, Kunsthalle Bremen (2000), V2_Lab for the Unstable Media Rotterdam (2001)

  


   

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